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HEAD Pressemitteilung Herzogenrath (Deutschland), 15.07.2014
Sound Design von Elektrofahrzeugen
Akzeptanz synthetischer Fahrgeräusche im Innenraum von Elektrofahrzeugen
Zur Untersuchung der Akzeptanz verschiedener synthetischer Fahrgeräusche in Elektrofahrzeugen wurde eine Feldstudie durchgeführt. Es wurden Reaktionen von Verbrauchern auf verschiedene Geräuschkonzepte in einem Serien-Elektrofahrzeug während zahlreicher Testfahrten erhoben.
Im Rahmen einer Masterarbeit wurden verschiedene Geräuschkonzepte für synthetische Fahrgeräusche für den Innenraum von Elektrofahrzeugen entwickelt und deren Akzeptanz im realen Kontext von Probanden evaluiert. Oft werden in abstrakten Laborversuchen künstliche Testsituationen bewertet und ein hohes Maß an Abstraktion vom Probanden verlangt. Die Ergebnisse lassen sich jedoch nur bedingt auf Alltagssituationen übertragen. Im Rahmen der Evaluierung synthetischer Geräusche war es daher unabdingbar, realistische Situationen zu erschaffen, um eine hohe ökologische Validität der Testergebnisse zu gewährleisten. Die Geräuschsynthese, die verschiedene Geräuschkonzepte abbildete, basierte auf mehreren Synthesizern, welche Grundfrequenz und Obertöne mit bestimmten Intervallen, Shepardtöne, Rauschsignale, Modulationen und Rauigkeiten erzeugen.
Während verschiedener Testfahrten konnten Probanden im Fahrzeug vier kontrastierende Geräuschszenarien bewerten: Das unveränderte Eigengeräusch des Elektrofahrzeugs sowie drei synthetische Fahrgeräusche. Die verschiedenen Geräuschkonzepte bildeten unterschiedliche konzeptionelle Stoßrichtungen zukünftigen Sound Designs ab. Variiert wurde der Geräuschcharakter und dessen Beziehung zu Last und Geschwindigkeit, die Lautheit, die wahrnehmbaren Modulationen, die Lautheitsveränderung beim Lastwechsel, Veränderung des Geräuschcharakters bei dynamischen Vorgängen sowie Vorkommen und Ausprägung eines Leerlaufgeräusches. Die verschiedenen Geräusche wurden kontinuierlich und in Echtzeit durch eine Synthesizertechnologie im Fahrzeug dargeboten.
Für die Feldstudie wurden ein verbrennungsmotorähnliches, ein modernes und unkonventionelles sowie ein reduziertes und unauffälliges Fahrgeräusch entwickelt. Jedes dieser Geräusche wurde innerhalb einer 20- bis 25-minütigen Testfahrt evaluiert. Zehn Probanden nahmen an der Feldstudie teil.
Die Testpersonen äußerten während der Fahrt spontan ihre Eindrücke, Emotionen, Gefühle und Gedanken zum Fahrzeug und der wahrgenommenen Akustik. Nach der Fahrt wurden sie zusätzlich zu akustikrelevanten Themen befragt. Anhand der Ergebnisse und deren Auswertung lässt sich erkennen, dass alle Geräuschkonzepte sowohl positive als auch negative Kommentare veranlassten. Die Wiedergabe synthetischer Fahrgeräusche führte zu einer größeren Anzahl an Rückmeldungen. Der Verbrennungsmotorsound (Bsp. 1) wurde insgesamt schlechter bewertet als das unveränderte Eigengeräusch des Fahrzeugs (Bsp. 4). Da sich die relative Anzahl von positiven, negativen und neutralen Kommentaren zum Eigengeräusch nicht signifikant unterschied, ließ sich keine Verbesserung in der Wahrnehmung der Fahrzeugakustik erschließen. Das moderne Zusatzgeräusch (Bsp. 2) bekam die höchste Anzahl negativer Kommentare und wurde als aufdringlich und unpassend bewertet. Das unaufdringliche Fahrgeräusch (Bsp. 3), das nur sehr punktuell akustisch zu Tage tritt, erhielt die meisten positiven Kommentare. Obwohl viele Probanden im Vorfeld angaben, kein zusätzliches Fahrgeräusch zu benötigen, honorierten sie dennoch die gezielte Ergänzung des Originalgeräusches, vor allem bezüglich einer besseren Geschwindigkeitseinschätzung und eines verbesserten Lastfeedbacks. Dieses Ergebnis deutet das grundsätzliche Potential von synthetischen Geräuschen an. Allerdings zeigte die Studie aufschlussreich, dass eine suboptimale Auslegung eines zusätzlichen Fahrgeräusches schnell zur Verschlechterung der wahrgenommenen Akustik führt. Anhand der Feldstudie lässt sich kein allgemeines Zielgeräusch für Elektrofahrzeuge definieren. Weitere Forschungen sollten sich je nach Fahrzeugklasse, Image und Zielgruppe gezielt mit Geräuschkonzepten befassen, die dosiert und vor allem punktuell positive Eindrücke provozieren und gleichzeitig gezielt unerwünschte Eigengeräusche des Elektrofahrzeugs maskieren.
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Quelle:
[1] Untersuchung zur Akzeptanz synthetischer Fahrgeräusche im Innenraum von Elektrofahrzeugen;
Masterthesis; Johannes Kerkmann; Technische Universität Berlin; Aachen; 2013
[2] Sound design of electric vehicles – Challenges and risks;
Klaus Genuit, André Fiebig; Internoise, Melbourne, Australien; 2014
[3] Acceptance of synthetic driving noises in electric vehicles;
Johannes Kerkmann, Brigitte Schulte-Fortkamp, André Fiebig; Forum Acusticum, Kraków, Polen; 2014
[4] E mobility – Sound concepts and consumer reactions. Assessment and acceptance of driving sounds in the interior of electric vehicles;
Brigitte Schulte-Fortkamp, André Fiebig, Johannes Kerkmann; Aachener Akustik Kolloquium, Aachen; 2014
Zur sofortigen Veröffentlichung. Im Fall einer Publikation freuen wir uns über eine kurze Benachrichtigung und/oder ein Belegexemplar.
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Über HEAD acoustics GmbH:
HEAD acoustics ist einer der weltweit führenden Spezialisten in den Bereichen Geräuschanalyse und -optimierung sowie Schwingungsmesstechnik. Seit mehr als 25 Jahren entwickelt das Unternehmen aus Herzogenrath bei Aachen Produkte und Lösungen für kopfbezogene Aufnahme- und Wiedergabetechnik sowie Kommunikationsmesstechnik.
   
 
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