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HEAD News Herzogenrath (Deutschland), 10.08.2015
Psychoakustische Wirkung von Fahrbahnmarkierungen
Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung fühlt sich durch Straßenverkehrslärm gestört oder belästigt. Doch was genau beeinflusst die Lärmemission? Antriebs-, Reifen-Fahrbahn- oder aerodynamische Geräusche? In der Tat liegt der wichtigste Entstehungsmechanismus für Straßenverkehrslärm in den Reifen-Fahrbahn-Geräuschen. Diese sind im Wesentlichen abhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit sowie den Reifeneigenschaften. Zusätzlich kann das Überfahren von Fahrbahnmarkierungen in erhöhten Geräuschemissionen resultieren. Neben einem höheren Schalldruckpegel führen deren psychoakustische Eigenschaften zu einer intensivierten Lästigkeit der Geräusche und damit zu einer gesteigerten Lärmbelästigung. 
Im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen hat HEAD acoustics unterschiedliche Markierungsarten und deren Geräuschemissionen unter psychoakustischen Gesichtspunkten untersucht. 
Zu diesem Zweck wurden Messungen von Markierungsüberfahrten mithilfe von Kunstkopfmesssystemen, die in unterschiedlichen Entfernungen zur Straße positioniert wurden, durchgeführt und anschließend akustisch und psychoakustisch analysiert sowie anhand von Hörversuchen perzeptiv bewertet. 
Für die Untersuchung wurden drei verschiedene Agglomeratmarkierungen (eine regelmäßige und zwei unregelmäßige) ausgewählt, welche in verschiedenen Kombinationen aus Fahrzeugtyp, Bereifung und Geschwindigkeit überfahren wurden. Zusätzlich wurden für die Beurteilung der Geräusche in sehr großen Entfernungen (> 60 m) und bei unterschiedlichen Markierungskonstellationen (durchgezogene vs. unterbrochene Markierungen) Simulationen erstellt. 
Es zeigte sich, dass die Erhöhung des Schalldruckpegels sowie die psychoakustischen Eigenschaften der emittierten Geräusche von der überfahrenen Markierungsart abhängig sind. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass die Lästigkeit im Wesentlichen durch die Lautheit und die Tonalität bestimmt wird, welche durch eine Metrik zuverlässig vorhergesagt werden kann. 
In Kombination mit den durchgeführten Simulationen konnten daraus sowohl äquivalente Pegelzuschläge als auch Mindestabstände zu einer eventuellen Wohnbebauung abgeleitet werden. Für die untersuchte regelmäßige Agglomeratmarkierung, deren Geräuschemission aufgrund einer sehr hohen Tonalität eine stark erhöhte Störwirkung aufweist, konnte so ein äquivalenter Pegelzuschlag von bis zu 10 dB(A) ermittelt werden. Die unregelmäßigen Agglomeratmarkierungen waren im Vergleich dazu aus psychoakustischer Sicht deutlich weniger kritisch und sind dementsprechend zu empfehlen, um die Lärmemission im Straßenverkehr zu verringern. 
Diesem Bericht liegen Teile der im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, vertreten durch die Bundesanstalt für Straßenwesen, unter FE-Nr. 02.0353/2012/IRB durchgeführten Forschungsarbeit zugrunde. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein beim Autor.
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.): Müller, Maurice / Telle, Aulis / Fiebig, André: „Psychoakustische Wirkung von Fahrbahnmarkierungen“, in: Schriftenreihe „Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik“, Heft 1116, Bonn, 2015.
Information
Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist die praxisorientierte, technisch-wissenschaftliche Forschungseinrichtung des Bundes auf dem Gebiet des Straßenwesens. Dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bieten sie in fachlichen und verkehrspolitischen Fragen wissenschaftlich gestützte Entscheidungshilfen. Die Aufgaben reichen von Planung, Koordinierung und Durchführung mehrjähriger Forschungsprojekte bis hin zur kurzfristigen Beantwortung von Fragen zur Unterstützung der aktuellen Arbeit des BMVI.
Kontakt:
Britta Koch
HEAD acoustics GmbH
Ebertstraße 30a,
52134 Herzogenrath
Tel.: 02407 577-7806
Fax: 02407 577-99
E-Mail:    Britta.Koch@head-acoustics.de
Über HEAD acoustics GmbH:
HEAD acoustics ist einer der weltweit führenden Spezialisten in den Bereichen Geräuschanalyse und -optimierung sowie Schwingungsmesstechnik. Seit mehr als 25 Jahren entwickelt das Unternehmen aus Herzogenrath bei Aachen Produkte und Lösungen für kopfbezogene Aufnahme- und Wiedergabetechnik sowie Kommunikationsmesstechnik.
   
 
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